Im Zuge der kritischen Diskussion um die aktuelle Studierendensituation bedarf es guter Argumente. Diese lassen sich erarbeiten, wenn man Theorie als ein Werkzeug betrachtet, das uns in die Lage versetzt, die Macht dort, wo sie am unsichtbarsten und hinterhältigsten ist, sichtbar zu machen und zu schwächen (vgl. M. Foucault). Um zu den guten Argumenten zu gelangen, müssen wir uns deshalb erstens fragen, welches Subjekt der Bolognaprozess voraussetzt und zweitens, wo Kritik möglich ist. Sprich, wie lassen sich widerständige kreative Taktiken entwickeln?
Diese und andere Fragen sollen erörtert werden auf einem
Solidaritätsseminar: E-dukative Taktiken: Bologna ent-subjektivieren
Montag, 23. November 2009
20.00 Uhr
Solidaritätsecke (Aula)
Universität Klagenfurt
Grundlagentext für die Diskussion:
Bröckling, Ulrich (2007): “Schluss: Fluchtlinien oder die Kunst, anders anders zu sein”. In: ders., Das unternehmerische Selbst. Soziologie einer Subjektivierungsform, Frankfurt/Main: Suhrkamp, S. 283-297.
(sn)
‘Ideologie’ […] ist der Name für ein neutrales Wissen, das sich der allgemeinen ‘Ideologie’ entgegenstellt.
— Slavoj Žižek (2009): Auf verlorenem Posten, Frankfurt/Main: Suhrkamp, S. 83.